Die Usambara-Berge liegen im Nordosten von Tanzania zwischen dem Kilimanjaro und dem indischen Ozean. Die Berge erheben sich steil aus den umliegenden Ebenen und können nur über einige Straßen erreicht werden.
Irente Aussichtspunkt in den Usambara-Bergen
Wasserf�lle
Menschen in Usambara
Die einzige asphaltierte Straße verläuft entlang eines kleinen Flusses zu Soni und Lushoto, den beiden größten Städte in der Nähe. Aufgrund ihres angenehmen Klimas war die Berglandschaft bei den Deutschen und den Engländern während der Kolonialzeit sehr beliebt, wie die zahlreichen historischen Bauten aus der Vergangenheit belegen. Auf den fruchtbaren Hängen rund um Soni und Lushoto bewirtschaften Landwirte kleine Parzellen. Weit weg von den großen Städten gibt es hier noch dichten tropischen Wald. Die Aussichtspunkte von der südlichen und westlichen Seite der Usambara-Berge sind bekannt für ihre spektakuläre Sicht auf die Ebenen der Mkomazi und Handeni. Den Kilimanjaro kann man am Horizont erkennen und am Ende des Tages, wenn die Sonne untergeht, zeigt sich die Landschaft in einer unvergesslicher Farbenpracht.
Irente Aussichtspunkt: Von diesem berühmten Aussichtspunkt können Sie das Dorf Mazinde fast 1.000 m unter der großen Massai-Ebene sehen. Auf der Rückfahrt nach Lushoto können Sie die Irente Bauernhofkäserei und das königliche Dorf Kwembago besichtigen. Sie können eine Mahlzeit einnehmen auf dem Bauernhof in Irente.
Usambara Farm und Pflanzentour: Diese Tour führt Sie durch das fruchtbare Ackerland in das Jägertal zu einer Obstbaumschule, wo man einiges über die verschiedenen Sorten der Obstbäume und deren Kultivierung erfahren kann. Sie können weiterhin bergauf gehen zum Dorf Vuli; hier gibt es Interessantes über die lokale Bodenerhaltung, Bewässerung und Anbaumethoden zu erfahren. Den Weg zurück nach Lushoto können Sie durch den Baumgarten nehmen.
Der wachsende Felsen: Von Soni erreicht man die Spitze der Kwamongo-Berge, berühmt für die bunten Schmetterlinge über den Dächern von Shashui und Kwemula. Von Kwamongo haben Sie eine schöne Aussicht auf Soni, Lushoto und die Handeni-Ebene. Sie steigen zu dem Dorf Magila am Fuße des "wachsenden Felsen" auf, um hier die durchgeführten Bodenerhaltungsprojekte zu sehen und zu erfahren, warum der Felsen wächst.
Magamba Regenwald: Diese Tour bringt Sie mit einem Aufstieg zu Fuß von Lushoto zu dem königlichen Dorf Kwembago, in dem Sie mehr über die kulturelle Geschichte des traditionellen Herrscher-Clans der Kilindi erfahren können. Von Kwembago haben Sie eine wunderschöne Aussicht über Lushoto und die Massai-Ebene. Dann gehen Sie zu dem üppigen Regenwald Magamba, der Heimat von schwarz- und weiß-farbigen Affen. Der Rückweg nach Lushoto führt vorbei an der alten deutschen Mittelschule und dem Dorf Magamba.
Mazumbai Wald: Diese körperlich anspruchsvolle Wanderung beginnt in Soni und führt über Kwamengo und Magina. Von dort führt die Wanderung weiter zur Bumbuli-Mission, einer historischen deutschen Siedlung, und weiter zum Mzumbai Regenwaldreservat, einem Paradies für Vogelliebhaber. Danach können Sie den Rückweg durch den Wald nach Soni vorbei an den Dörfern Mgwashi und Kwesine genießen.
Bangala Fluss: Vom Dorf Mbuzii durchqueren Sie langsam die steilen Hänge des Bangal-Flusstals und waten durch den Cool-Bergstrom, was eine willkommene Erleichterung für den Anstieg in der Savannenhitze darstellt. Während der Wanderung können Sie die traditionelle Bewässerung erleben und haben eine wunderschöne Aussicht über die Massai-Ebene. Bevor Sie dann nach Lushoto zurückkehren, besuchen Sie eine örtliche Farm und einen Baumgarten.
West-Usambara: Diese Wanderung geht von Lushoto durch den tropischen Regenwald durch Täler und Berge zu den Dörfern Lukozi, Manolo und Sunga, bevor Sie schließlich bis zu Ihrem Ziel, dem historischen Dorf Mtae gelangen. Auf der Route sind mehrere herrliche Aussichtspunkte vorhanden und Sie besuchen verschiedene Projekte.
Reiseführer: Unsere Reiseführer sind alle ehemalige Schülerinnen und Schüler des Shambalai Gymnasiums in Lushoto. Einige überbrücken die Zeit um eine weitere Ausbildung zu beginnen; andere warten auf ein Studium und sind deshalb gern bereit die Arbeit als Reiseführer zu übernehmen. Alle sprechen gut Englisch, sind vertraut mit der Gegend und können Ihnen viele Geschichten über die Historie und das tägliche Leben der Menschen in Shambaa erzählen.
Projekte: Die Projekte konzentrieren sich auf die Verbesserung der Landwirtschaft und der Bewässerung als wichtigster Faktor für die Hebung des Lebensstandards (Verbesserung der traditionellen Bewässerungssysteme in Verbindung mit Aufforstungsprojekten zur Bekämpfung der Bodenerosion und ebenfalls zur Stärkung der sozialen Organisation und des Zusammenhaltes). Bewässerungsdämme und die Terrassen sind die sichtbarsten Ergebnisse der Projekte.
Wenn man mit den Landwirten redet, kann man merken, dass ihr Bewusstsein für soziale und ökologische Probleme gewachsen ist. Ihnen ist nun die Entschlossenheit anzumerken, für die Aufforstung und im Kampf gegen die Bodenerosion tätig sein.
Von daher bietet sich ein Besuch in den Usambara-Bergen besonders für ökologisch bewusste und interessierte Reisende an. Sie werden entdecken, dass auch in Tanzania ein Ökologiebewusstsein erwacht ist und wächst.